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27 Sep

Das Geheimnis einer guten Unternehmenspräsentation: One size does not fit all!

Sitzt ein vielversprechender Kandidat im Vorstellungsgespräch, haben Sie im Recruiting bereits einiges richtig gemacht. Jetzt gilt es, den Kandidaten von einer gemeinsamen Zukunft in Ihrem Unternehmen zu überzeugen. Die Basics für eine gute Unternehmenspräsentation verraten wir Ihnen hier. 

Die Unternehmenspräsentation im Vorstellungsgespräch

Früher bangten Kandidaten im Vorstellungsgespräch, während sich Personaler nur für den besten Bewerber entscheiden mussten. Heute läuft es vielfach umgekehrt: Unternehmen müssen sich als attraktiven Arbeitgeber präsentieren, um hochqualifizierte Bewerber von sich zu überzeugen. Stichwort: Employer Branding. Lesen Sie dazu auch “Employer Branding: 5 Tipps für eine starke Arbeitgebermarke”.

Die meisten Vorstellungsgespräche laufen nach einem bestimmten Muster ab: Nach einer kurzen Begrüßungsrunde, führt der Bewerber durch seinen Lebenslauf und erzählt etwas über sich. Daraufhin erhält der Gesprächsleiter die Chance, das eigene Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle zu präsentieren.

1. Fokus auf attraktive Produkte und spannende Projekte

Ein kurzer Einblick in Historie, Daten und Fakten kann ein guter Einstieg in die Unternehmenspräsentation sein, sollte allerdings nicht zu tief gehen - der Bewerber hat sich vermutlich bestens vorbereitet und ist mit den Fakten bereits vertraut. Hot Prospects interessiert eher, was ein Unternehmen tut: Beschreiben Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistungen und vermitteln die Vision dahinter. 
Sie haben ein B2B-Produkt, dessen Reiz sich erst beim zweiten Blick entfaltet? Dann folgen Sie der B2C-Kette und zeichnen das große Bild vom einzelnen Werkstück über seinen Einsatz in einer hochkomplexen Maschine bis zu einem innovativen, marktreifen Produkt. 
Betonen Sie die Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens: Sie sind global Player im Bereich Industrial Components? Dann sprechen Sie darüber, wer Ihre Kunden sind und wie international sie agieren. Erklären Sie, welche Entwicklungen und Investitionen geplant sind und warum: Für die Generation Y ist die Sinnhaftigkeit ihres Tuns entscheidend.

2. Attraktive Aufgaben in Aussicht stellen

Im nächsten Schritt sollten Sie vermitteln, wo Sie den Bewerber in dem großen Ganzen sehen. Entscheiden sich hochqualifizierte Talente bei einem mittelständischen Unternehmen zu arbeiten, erwarten sie vielseitige Aufgaben und einen breiten Verantwortungsbereich. Bedienen Sie diese Erwartungen und heben abwechslungsreiche und herausfordernde Tätigkeiten vor. Beschreiben Sie das Team, die Kompetenzen zukünftiger Kollegen und skizzieren die Rolle, die der Kandidat spielen könnte. 

Tipp: Vermeiden Sie im Vorstellungsgespräch den Verweis auf vermeintliche “Defizite”, etwa, dass der Bewerber nicht eingearbeitet ist. Auch non-verbal sollte die Botschaft vermittelt werden, dass der Bewerber das Team mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen bereichern würde - vorausgesetzt, Sie wollen ihn wirklich.

3. Persönliche Wertschätzung 

Anschreiben, Lebenslauf, ein persönliches Telefonat: Schon bevor Sie dem Bewerber erstmals gegenüber stehen, haben Sie viele Informationen über seine Interessen, Hobbys oder die Motivation, sich in Ihrem Unternehmen zu bewerben. Nutzen Sie dieses Wissen in Ihrer Unternehmenspräsentation.


Beispiel: Ein Bewerber sucht gezielt eine Tätigkeit bei einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen, da er nicht der Typ für Konzernstrukturen ist. Analysieren Sie, was seine Erwartungen sein könnten, zum Beispiel kurze Entscheidungswege, individueller Handlungsspielraum, vielseitiges Aufgabenspektrum. Lassen Sie diese Punkte gezielt in die Unternehmenspräsentation einfließen. Noch wirkungsvoller, als die Punkte einfach aufzuzählen ist, den Bewerber durch eine gekonnte Präsentation eigene Rückschlüsse ziehen zu lassen. 

Ein weiteres Beispiel: Ein Bewerber erwähnt im lockeren Vorgespräch, dass er ein Freizeitsportler ist und daher die ländliche Umgebung schätzt. Dann greifen Sie das im Gespräch auf und beschreiben einen Kollegen, der täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, dort duscht und seinen Tag so mit einem abgeschlossenen Training beginnt. Vielleicht haben Sie auch eine Betriebs-Laufgruppe oder ähnliches -  das ist zielgerichtete Kommunikation, die beim  Gegenüber auf Resonanz stößt. 

Tipp: Bleiben Sie bitte authentisch und machen keine falsche Versprechungen, auch wenn Sie den Kandidaten unbedingt für Ihr Unternehmen gewinnen möchten.

Was zeichnet eine gute Unternehmenspräsentation also aus?

Eine gute Unternehmenspräsentation im Vorstellungsgespräch zeichnet sich dadurch aus, dass Sie individuell auf den einzelnen Bewerber zugeschnitten ist. Entscheiden Sie im Vorfeld, auf welchen Bereich Ihres Unternehmens Sie einen besonderen Fokus legen möchten, um den Interessen und Bedürfnissen des Bewerbers gerecht zu werden. Persönliche Wertschätzung wird dann empfunden, wenn der Bewerber den Eindruck gewinnt, sein Gegenüber lernt ihn wirklich mit Interesse kennen; und das ist die Basis jedes erfolgreichen Arbeitsverhältnisses. 
 

Susanne Lauxmann

Perspectivas - Internationale Personalberatung

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